Ich bin in Ausbildung

Informationen für Auszubildende

Weiterbildung

Du interessierst Dich für eine Weiterbildung? Beim BIZ-Geo findest Du spannende Kurse. 
Oder vielleicht entscheidest Du Dich für den Lehrgang Geomatiktechnik?

Link zur Website Bildungszentrum Geomatik Schweiz

 

Lehrvertrag

Der Lehrvertrag bildet die notwendige Grundlage jedes Lehrverhältnisses (OR Art. 344-346a). Er ist in schriftlicher Form abzufassen und bedarf der Genehmigung der kantonalen Behörde.

Im Lehrvertrag verpflichtet sich die Lehrfirma, die Lernenden für einen bestimmten Beruf fachgemäss auszubilden, und die Lernenden verpflichten sich, zu diesem Zweck Arbeit im Dienste der Lehrfirma zu leisten.

Inhalte des Lehrvertrags

Der Lehrvertrag muss mindestens Folgendes beinhalten:

  • Art und Dauer der beruflichen Ausbildung
  • Lohn
  • Probezeit
  • Arbeitszeit
  • Ferien

Viele Elemente des Lehrvertrages sind durch zwingende Bestimmungen des öffentlichen und privaten Rechts bereits vorbestimmt (z.B. OR) und können nicht frei vereinbart werden.

In vielen Betrieben gelten betriebsinterne Reglemente (z. B. Personalreglement). Diese sind oft integrierter Bestandteil der Anstellungsverträge und sind – sofern sie nicht dem Lehrvertrag widersprechen – auch für die Lehrlinge verbindlich.

Im Lehrvertrag sollte auch die Bezahlung der obligatorischen Lehrmittel geregelt sein.

Auflösung des Lehrvertrags

Der Lehrvertrag ist ein zeitlich befristeter Vertrag. Das Lehrverhältnis endet somit erst mit dem Endtermin, der im Lehrvertrag festgehalten ist. Eine vorzeitige Auflösung ist nur in bestimmten Fällen möglich.

Detailinformationen zur Auflösung des Lehrvertrags

Berufsfachschule

Download

Stundenzuweisung zu den Leitzielen (XLS)

Spesenentschädigung während dem Blockkurs

Die Lernenden haben Anrecht auf Entschädigung der Spesen während der Dauer des Blockkurs.

Der Abrechnungsprozess für die Auslagenrückerstattung wurde überarbeitet. Abrechnungen für Kurse welche nach dem 1.11.2014 geendet haben, müssen neu online erfasst werden.
zum online Abrechnungsformular

Es gilt die Auslagenregelung des Trägervereins Geomatiker/-in Schweiz
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat.

Die ausgefüllten Spesenformulare sind spätestens 30 Tage nach Kursende an das Sekretariat des Trägervereins, an folgende Adresse zu senden:

Trägerverein Geomatiker/-in Schweiz
Fronwagplatz 3
8200 Schaffhausen

Das Qualifikationsverfahren (QV)

Gegen Ende der beruflichen Grundbildung «Geomatikerin / Geomatiker EFZ» steht das Qualifikationsverfahren.

Das Qualifikationsverfahren bestehend aus einer

  • praktischen Arbeit,
  • einer Berufskenntnisprüfung,
  • der Allgemeinbildungsprüfung (selbstständige Vertiefungsarbeit, SVA)
  • und einer Erfahrungsnote.


Die praktische Prüfung wird als IPA (Individuelle Praktische Arbeit) oder als VPA (Vorgegebene Praktische Arbeit) durchgeführt. Die jeweils angewendete Prüfungsform geben die Kantone bekannt.
Mit der praktischen Arbeit (IPA) und der Berufskenntnisprüfung soll nachgewiesen werden, dass die im Bildungsplan definierten Handlungskompetenzen (Fach-, Methoden, Selbst- und Sozialkompetenzen) während der beruflichen Grundbildung erworben wurden.

Die Rahmenbedingungen der IPA sind im Dokument „Wegleitung über individuelle praktische Arbeiten (IPA) im Rahmen der Abschlussprüfung im Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung" vom 22. Oktober 2007, des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie BBT geregelt.

Die Prüfung der Berufskenntnisse dauert 3.5 Stunden (+0.5 bei VPA). Die Berufskenntnisse werden schriftlich oder sowohl schriftlich wie mündlich geprüft. Die Prüfung der Allgemeinbildung wird durch die Berufsfachschulen durchgeführt.

Beispieldossiers

Anlässlich der Lehrabschlussprüfung 2013 haben 8 Lernende eine Pilotprüfung auf Grundlage eines ersten Entwurfes des QV-Reglements absolviert. Dadurch konnten einerseits erste organisatorische Erfahrungen zur IPA (Individuelle Praktische Arbeit) gesammelt werden und andererseits das QV-Reglement auf Vollständigkeit und Verständlichkeit überprüft werden. Zwei dieser ersten IPAs stehen in anonymisierter Form der Öffentlichkeit zur Verfügung. Diese Beispieldossiers sollen Hinweise auf eine mögliche Arbeit aufzeigen und sind nicht als Optimum zu verstehen. Bitte beachten Sie hierzu die zugehörigen Zusammenfassungen.

Zu den Beispieldossiers

Weitere Informationen zum Qualivikationsverfahren finden Sie hier: 

Anhänge 1 bis 8

Krise in der Lehre

Was tun bei Schwierigkeiten in der Lehre?

Versuche als erstes deine Anliegen mit dem verantwortlichen Berufsbildner/in direkt zur Sprache zu bringen. Das braucht zwar Mut, aber in einem persönlichen Gespräch lässt sich vieles klären.
Wenn sich im Gespräch mit den direkt Betroffenen keine Lösung einstellen will, findest du an folgenden Stellen erste Hilfe, gute Tipps und Adresse, die dich weiter führen:

 

Modelllehrgang

Der Modelllehrgang gliedert die Handlungskompetenzen des Bildungsplan zusätzlich nach Lehrjahren. Diese Gliederung ist als Vorschlag und als Hilfestellung zu verstehen und ist nicht verbindlich! Es steht Ihnen frei den betrieblichen Bildungsplan nach eigenen Kriterien zu organisieren.

Der Bildungsplan

Der Bildungsplan des Berufs ist Teil der Bildungsverordnung. Er ist das berufspädagogische Konzept der beruflichen Grundbildung.

Mit dem Bildungsplan des Berufs steht den Berufsbildner/innen in Lehrbetrieben, überbetrieblichen Kurszentren und Berufsfachschulen ein Instrument zur Verfügung, mit dem Ausbildung und Unterricht systematisch geplant und durchgeführt werden.
Somit ist der Bildungsplan im Lehrbetrieb ein zentrales Werkzeug.

Berufsbildner/innen sind verpflichtet, die Lernenden über die Ziele und Inhalte des Bildungsplans zu informieren.

Der Modelllehrgang

In den auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBG) von 2002 geregelten Berufen löst der Bildungsplan den bisherigen Modelllehrgang ab.

Der Bildungsplan «Geomatikerin / Geomatiker EFZ» ist nach der Triplex-Methode aufgebaut, d.h. die Handlungskompetenzen und Anforderungen werden auf drei Stufen mit Leistungszielen, Richtzielen und Leitzielen beschrieben. Diese sind thematisch gegliedert und nicht curricular.

Auf Wunsch der Betriebe erarbeitete der Trägerverein Geomatiker/-in Schweiz zusätzlich zum Bildungsplan ein Modelllehrgang.
Der Modelllehrgang gliedert die Handlungskompetenzen des Bildungsplan zusätzlich nach Lehrjahren. Diese Gliederung ist als Vorschlag und als Hilfestellung zu verstehen und ist nicht verbindlich! Es steht Ihnen frei den betrieblichen Bildungsplan nach eigenen Kriterien zu organisieren.

Bei Widersprüchen gilt der Bildungsplan.

Modelllehrgänge:

Begleitende Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes

Gemäss Jugendarbeitsschutzverordnung dürfen Jugendliche im Zusammenhang mit gefährlichen Arbeiten nur eingesetzt werden, sofern die gemäss Bildungsplan Anhang 2: «Begleitende Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes» aufgelisteten Massnahmen umgesetzt werden.

Überbetriebliche Kurse (ÜK's)

Die Überbetrieblichen Kurse stellen die dritte Säule in der Ausbildung zum Geomatiker/in dar. Sie dienen der Vermittlung und dem Erwerb grundlegender praktischer Fertigkeiten und ergänzen die Bildung im Lehrbetrieb und in der Berufsfachschule. Die Verordnung über die berufliche Grundbildung und der Bildungsplan (Teil D) bilden die gesetzlichen Grundlagen der Überbetrieblichen Kurse.

ÜK I

Der erste Überbetriebliche Kurs steht ganz am Anfang der Lehre und ist für alle drei Schwerpunkte identisch. Dabei soll den jungen Lernenden der Einstieg in den Beruf und der Umstieg vom schulischen Alltag in die Welt des Berufslebens erleichtert werden. Mit Theorie, praxisorientierten Beispielen und vielen Übungen werden unter anderen folgende Punkte behandelt:

  • Erscheinungsbild / Auftreten im Betrieb und auf dem Feld
  • Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern
  • Skizzieren, Kartieren und Vermassen
  • Grundlagen der Feldarbeit inkl. Steinsatz
  • Einführung in die GIS-Welt


ÜK II

Der zweite Überbetriebliche Kurs wird ebenfalls von allen Lernenden der drei Schwerpunkte gemeinsam besucht.
Ziel des ÜK II ist das Eintauchen in die dritte Dimension. Bis jetzt hat ein Plan immer aus Länge und Breite bestanden. Was aber ist mit der Höhe?
Die Lehrlinge werden im ÜK II mit neuen Fachbegriffen konfrontiert. Was sind Stützpunkte, Bruchkanten, Äquidistanz, linear Interpolieren, oder Dreiecksvermaschung. Theorie und Praxis werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgende Inhalte vermittelt:

  • Modellieren mit einer Landeskarte in Plastilin
  • Berechnung eines DGM mit 2 cm Äquidistanz
  • Erstellung eines Geländeschnitt mit Messband und Nivellierinstrument
  • Konstruktion eins digitalen Aushubplan und ermitteln des Aushubvolumen


ÜK III

Der dritte Kurs ist dreiteilig und wird als Wahlpflichtkurs angeboten. Wahlpflichtkurs heisst, es muss im 3. Lehrjahr einer der drei angebotenen Kurse besucht werden. Es gibt eine Empfehlung für die Kurswahl pro Schwerpunkt, trotzdem kann auch einer der zwei anderen Kurse besucht werden, wenn dies der Lehrbetrieb als sinnvoll erachtet.
Die Themen dieses Kurses richten sich nach den jeweiligen Schwerpunkten. Es ist auch möglich, zusätzlich einen weiteren Kurs (vierten Kurs) in einem anderen Schwerpunkt zu besuchen, sofern es die Teilnehmerzahlen zulassen.

Im Kurs zum Schwerpunkt amtliche Vermessung steht das Thema Bauvermessung im Vordergrund. Die Lernenden setzen sich vertieft mit verschiedenen Präzisionsmessmethoden sowie den dabei verwendeten Instrumenten auseinander. In Feldübungen erstellen sie ein Schnurgerüst und führen Folgemessungen von Deformationsüberwachungen mittels Präzisionsnivellement durch. Dabei wird das Augenmerk auch auf die kundengerechte Resultatdarstellung sowie die Durchführung einer einfachen Genauigkeitsabschätzung gerichtet. Zum Schluss erhalten die Lernenden einen Einblick in weitere Gebiete der Ingenieur- und Spezialvermessung.


Der Kurs zum Schwerpunkt Geoinformation vermittelt Kenntnisse im Umgang mit der Integration verschiedener räumlicher Datensätze und der Analyse von Daten nach vorbestimmten Kriterien. Einige Daten werden mittels GPS-Messungen dabei auch selber erhoben und in einem Plan übersichtlich und korrekt dargestellt.
Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in die Möglichkeiten von Open Source-Software, komplexe Geodatenmodelle und -analysen, die Anwendungsmöglichkeiten und Zukunft von GIS sowie 3D GIS.


Der Kurs zum Schwerpunkt Kartografie steht ganz im Zeichen der Webkartografie. Die Lernenden durchlaufen im Verlauf der Kurswoche den kompletten Workflow von der Projekteinführung bis zur fertigen, interaktiven Webkarte. Dabei erarbeiten sie einen eigenen Zeichenschlüssel und ein eigenes Beschriftungssystem. Im Kurs wird das Kartografieprogramm OCAD eingesetzt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Kursort ist das SBB-Ausbildungszentrum «Centre Loewenberg» in Muntelier bei Murten. Die nahe gelegene Altstadt von Murten dient als Fallbeispiel für die während dem Kurs zu erstellende Webkarte.

Wichtige Informationen
 

Kurskosten

Die Durchführung der Überbetrieblichen Kurse erfolgt auf privatwirtschaftlicher Basis und es wird ein kostendeckendes Kursgeld erhoben.

Anmeldung

Die Lernenden registrieren sich neu für den gewünschten ÜK über das ÜK-Registrierungsportal des TVG-CH und erhalten zusammen mit der Buchungsbestätigung eine Email zur Weiterleitung der Rechnung an die verantwortliche Person im Ausbildungsbetrieb.

Übergangsfrist: Bis der neue Anmeldeprozess etabliert sind, gelten die bisherigen Aufgebote. Für den ÜKI 2019 werden Sie wie gewohnt mit einem Schreiben für den ÜK Aufgeboten und über den neuen Anmeldeprozess informiert. 

Kursbestätigung

Die für den Kurs benötigten Kursunterlagen werden im Kurs verteilt. Nach erfolgtem Kursabschluss erhalten die Lernenden eine Kursbestätigung. Die Leistungen der lernenden Person werden durch die ÜK-Leitung in Form eines Testates dokumentiert.
Bei den ersten zwei Kursen wird das Testat mit der Abgabe eines vollständig ausgefüllten Fragebogens erteilt.
Im dritten Kurs ist die Präsentation der Kursarbeiten als Testatbedingung vorgesehen. Die Arbeit in den Kursen wird nicht benotet.

Ausrüstung

Es wird erwartet dass die Lernenden vollständig ausgerüstet an den Kurs erscheinen. Der Lernende hat das Material gemäss Liste mitzubringen. Die Lehrbetriebe sind verantwortlich für das Ausrüsten ihrer Lernenden.
Materialliste ÜK I
Materialliste ÜK II
⇒ Materialliste ÜK III AV
⇒ Materialliste ÜK III G 
⇒ Materialliste ÜK III K

zurück weiter