Die Umsetzung der Reform der beruflichen Grundbildung schreitet zügig voran und einhergehend werden die ersten Massnahmen zur Qualitätssicherung getroffen.
Erfahrungsaustausche
Als wichtige Massnahme wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt sechs Erfahrungsaustausche (drei F und drei D) mit Ausbildnerinnen und Ausbildnern organisiert. Insgesamt nahmen über 100 Personen teil. Für Ende Jahr ist auch ein Erfahrungsaustausch mit dem Tessin geplant.
Es gab verschiedene Fragen und Bemerkungen zu den Lernorten «Betrieb», «überbetriebliche Kurse» und «Berufsfachschule».
Wir möchten hier eine Zusammenstellung präsentieren und aufzeigen, was in der Zwischenzeit gemacht wurde.
Was sich sagen lässt, die Erfahrungsaustausche wurden rege genutzt und stellen eine unverzichtbare Massnahme für eine gute Zusammenarbeit über die drei Lernorte hinweg dar.
Lernort Betrieb
Hier betrafen die Rückmeldungen primär die Lern- und Ausbildungsplattform time2learn.
- Eine «Schritt für Schritt-Anleitung» wurde von den Französischsprachigen gewünscht. Eine solche wurde erstellt, sie ist jedoch noch nicht vollständig.
- Der Bildungsbericht soll mit den Noten der Berufsfachschule ergänzt werden. Dies wird mit time2learn besprochen.
- Die Bezeichnung der Praxisaufträge soll mit dem Lehrjahr ergänzt werden. Der TVG-CH prüft die Option mit time2learn und wird zeitnah informieren.
- Betriebe möchten die Lern- und Ausbildungsplattform testen.
Dies ist jederzeit möglich ⇒ Demo-Zugang anfordern: Link
Lernort Berufsfachschule
Für die F-CH ist erwähnenswert:
- Die Applikation «CAD» wird nicht mehr im ersten Schuljahr unterrichtet. Es wird nun die Software «QGIS» genutzt. Damit verfügen die Lernenden auch über die erforderlichen Kenntnisse für den üK 1, in dem ebenfalls mit QGIS gearbeitet wird.
- Mit der Reform der beruflichen Grundbildung wurde das degressive Schulmodell (Bildungsverordnung Art. 7) eingeführt. Die Berufsschulen Morges und Neuenburg haben die Stundendotation für das erste Jahr mit zwei Tagen Schule pro Woche umgesetzt. Die Berufsschule Sitten tat dies mit 1.5 Tagen pro Woche.
Mehrere Teilnehmende brachten zum Ausdruck, dass zwei Tage Schule pro Woche zu viel für die Lernenden des ersten Lehrjahres seien. Der TVG-CH wird das Gespräch mit den Berufsschulen suchen, denn die Umsetzung des Bildungsplanes liegt bei den Kantonen.
An der Berufsschule Zürich wurde mit der Reform der beruflichen Grundbildung die 10-Wochenblocks mit 2-Wochenblocks ersetzt. Die Rückmeldungen sind:
- der Prüfungszeitpunkt im Rahmen der 2-Wochenblocks sollte überdacht werden,
- Hausaufgaben zwischen den 2-Wochenblocks sollten geprüft werden,
- die Unterrichtskompetenzen sollten durch alle Lehrpersonen gegeben sein,
- die Lernortkooperation ist sicherzustellen.
Die Vertreter der Berufsfachschulen hörten aufmerksam zu und werden die Rückmeldungen schulintern besprechen. Der TVG-CH ist zuversichtlich, dass mit jedem durchgeführten 2-Wochenblock die Startschwierigkeiten ausgemerzt werden.
Lernort überbetriebliche Kurse (üK)
Der üK 1 wurde Anfang 2026 erstmals durchgeführt. Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv. Betreffend Instrumente oder Organisation sind die Verbesserungsmöglichkeiten bekannt.
Die Kommission B&Q hat die Dokumente zur Durchführung des üK1 in ihrer Sitzung vom 19. Juni 2026 abgenommen.
Umsetzungsdokumente zum Bildungsplan
Verbunden mit den Bildungserlassen mussten verschiedene Dokumente überarbeitet werden.
Die Kommission B&Q sowie der Vorstand haben verabschiedet:
- Den Bildungsbericht
- Die Lerndokumentation
- Das Reglement überbetriebliche Kurse
- Organisationsreglement für die «Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Geomatikerin EFZ / Geomatiker EFZ»
Die erwähnten Dokumente sind auf der Homepage abrufbar: Link